Exportförderung
Der Wettbewerb auf den Exportmärkten verlangt von den KMU die
Anpassung an internationale Standars bezgl. Produktqualität, Innovation,
Kundendienst und Zuverlässigkeit. Der Export bietet die Chance,
Lernprozesse nachzuholen.
Die Binnenmärkte der Entwicklungsländer und Transformationsökonomien
sind normalerweise zu klein, um ein langfristiges und hohes Wirtschaftswachstum
zu ermöglichen. Im Zuge der Globalisierung, die u.a. zur Erweiterung
von Märkten führt, müssen auch die KMU dieser Länder
grössere Marktdimensionen anstreben, um anhand von Spezialisierungstrategien
deren Grössenvorteile nutzen zu können. Das ist aber nur
möglich über die Einbindung in Unternehmensnetzwerke (z.B.
Zulieferung) und den Export möglich.
Die KMU in den Entwicklungsländern (mit Ausnahme einiger
Länder Südost-Asiens) konkurrieren in den meisten Fällen
mit der Massenfertigung von einheimischen Grossunternehmen, ohne
aber deren Produktionsniveau und Qualitätsstandard zu erreichen.
Die Folge sind niedrigere Gewinne und Arbeitskräfte mit niedrigen
Löhnen.
Neben dem Vorteil der grösseren Märkte bietet aber die
Ausfuhr, und das ist ebenso wichtig, die Gelegenheit, technologische
und organisatorische Lernprozesse zu realisieren. Auf Exportmärkten
sind die führenden Unternehmen vertreten; Wettbewerber müssen
sich an ähnlichen Standards bezüglich Produktqualität,
Innovation, Kundendienst, Zuverlässigkeit usw. messen lassen.
Der Export ist eine Chance, die während der Phase der Importsubstitution
vernachlässigten Lernprozesse nachzuholen.
Die Instrumente der Exportförderung, bei deren Einführung,
Anwendung und Verbesserung internationale Entwicklungsorganisation
zur Hand gehen können, sind zahlreich, z.B.:
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Spezielle Förderung von Unternehmen mit Exportpotential,
die aber noch nicht oder nur sporadisch exportiert haben ("Einsteiger")
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Angebot von Dienstleistungspaketen (Geschäftsplan, Exportstrategie,
Marktstudien)
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Förderung der Zusammenarbeit und Vernetzung von Unternehmen
aus einer Branche
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Förderung des sub-contracting und der Zusammenarbeit
mit internationalen Trading Companies
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Zugang zu aktuellen, relevanten und sektorspezifischen Aussenhandelsinformationen
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Marktstudien in den Zielmärkten
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Förderung des Angebots von Unternehmensdienstleistungen
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Messebeteiligung und Handelsmissionen
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Ausbildung von Exportmanagern und Stärkung der Exportabteilungen
von KMU
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Durchführung von "Technologischen Missionen",
mehr...
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Implementierung von angepassten E-Commerce-, vor allem B2B-Lösungen,
mehr...
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Implementierung von Qualitätssicherungs- und -managementsystemen
wie ISO 9000, ISO 14000, SA 8000 und HACCP, mehr...
Es sollten nur solche Firmen (bzw. Verbände und Kammern) gefördert
werden, die nachweisbar Potential aufweisen und einen spürbaren
finanziellen Eigenbeitrag (in der Regel zwischen 30% und 60% der
Kosten) leisten.
Meine Expertise in diesem Bereich umfasst die o.g. Instrumente.
Ich habe 5 1/2 Jahre als Europäischer Projektleiter eines Exportförderungsprojektes
für peruanische KMU gearbeitet.
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